Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Köln

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Inhalt: Nassbaggerarbeiten

Ein Aufgabenschwerpunkt des Sachbereichs 2 ist die Erhaltung der festgelegten Tiefe (GlW -2,50 m ) und Breite (150 m ) der Fahrrinne durch Baggerungen für die Schifffahrt.
Vor Durchführung einer Baggerung wird das Baggerfeld mit einem Aufsichtsboot oder mit dem Messschiffe Bingerbrück gepeilt. Zur Erstellung eines Baggerplanes werden die Messschiffdaten zu einem Tiefenlinienplan verarbeitet und die Baggerfläche festgelegt.

Größere  Baggerarbeiten in der Fahrrinne werden in der Regel mit einem Eimerkettenbagger durchgeführt. Dessen Verankerung erfolgt über Voraus- und Seitenanker. Über Winden gesteuert wird er bewegt und ist bestens geeignet Baggerflächen über eine größere Breite zu bestreichen. Er arbeitet im Prinzip wie ein Becherwerk, wobei jeder Eimer bzw. Schürfkübel als Grabwerkzeug arbeitet. Durch die endlos umlaufende Kette, deren Umlaufgeschwindigkeit nach Bedarf den gegebenen Bedingungen angepasst werden kann, ist eine kontinuierliche Förderung an Baggergut möglich. Die Eimerleiter läuft in einem Schlitz des Schwimmfahrzeuges und ist am oberen Ende auf einem Leiterbock gelagert. Unten wird die Eimerleiter über Winden auf- oder abgesenkt. Der Leiterantrieb erfolgt vom Oberturas aus. Als Turas bezeichnet man bei einem Eimerkettenbagger ein großes Kettenrad . Die gefüllten Eimer werden über die Leiter bis zum Oberturas gefördert und entleeren sich dort infolge der umlaufenden Eimerkette. Das Baggergut fällt von dort auf eine Schütte, die das Material in eine seitlich liegende Schute verbringt. Die vollen Schuten werden zu einer Einbaustelle verbracht und im Regelfall verklappt. Die auf dem Rhein eingesetzten Eimerkettenbagger haben eine Eimergröße von 100 bis 400 Liter. Die Förderleistung beträgt zwischen 1000 und 1500 Kubikmeter pro Tag.


Das im Bereich des WSA Köln angetroffene Baggergut besteht größtenteils aus Sand und Kies und ist nur selten von größeren Steinen durchsetzt. In einzelnen Bereichen kann die Rheinsohle stark inkrustiert sein und ist dementsprechend baggertechnisch  nicht einfach zu bearbeiten.

Während der Baggermaßnahme und nach deren Abschluss erfolgen Kontrollpeilungen.

Die jährlich gebaggerten Massen fallen aufgrund der wechselnden Geschiebefracht des Rheins sehr unterschiedlich aus.