Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Köln

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Inhalt: Historisches

Eigentümer des Rheins ist die Bundesrepublik Deutschland.
Der Zuständigkeitsbereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Köln an der 1320 km langen Rheinstrecke liegt auf einer Länge von etwa 120 km (Rhein-km 639,24 (r.U.)/642,23(l.U.) bis Rhein-km 759,7).

Aber wie kam es dazu ?

Entwicklung von 1850 - 1945

Früher wurde der Rhein nur als bescheidener Verkehrsweg genutzt. Der Schifffahrt und seinen Uferanwohnern hat er stets durch Hochwasser und andere Ereignisse übel mitgespielt. Heute ist er gut ausgebaut und die meistbefahrenste Wasserstraße in Europa. Wer ihn heute betrachtet, ist sich kaum bewusst, wie viel Mühen, Arbeiten und Kosten es bedurfte um dieses Ziel zu erreichen.

Erst größere Hochwässer zu Ende des 18. Jahrhunderts waren Anlass, gezielt und verstärkt tätig zu werden. Im Jahre 1816 wurde der Wasserbau in der nunmehr nach dem Wiener Kongress 1815 preußischen Rheinstrecke, den neugebildeten Regierungen in Koblenz, Köln und Düsseldorf, mit den Wasserbauinspektionen in Koblenz, Köln, Düsseldorf, Xanten und Rees zugeordnet. Die technische Oberleitung lag in Berlin in der Hand des Oberbaudepartements, also für damalige Zeiten weit weg vom Rhein. Außerdem war auf dem Wiener Kongress bestimmt worden, dass die Schifffahrt auf dem Rhein frei und niemanden untersagt sein sollte.

Bisherige Praxis war, dass die jeweiligen Territorialherren durch Stapelrechte und Durchgangszölle den Handel auf dem Rhein erheblich behinderten. Dies wurde insbesondere durch das Aufkommen der Dampfschifffahrt zu Anfang des 19. Jahrhunderts erkannt. Die Rheinuferstaaten vereinbarten 1831 in der sogenannten "Mainzer Akte" die Freiheit der Schifffahrt und verpflichteten die Rheinuferanlieger zur Beseitigung von Schifffahrtshindernissen.

Die Preußische Regierung erkannte sehr schnell die Nachteile einer in kleine Abschnitte gegliederte Wasserbauverwaltung mit der weit entfernten Zentrale in Berlin. Daher erfolgte auf Grund eines "allerhöchsten königlichen Erlasses" vom 11.09.1850 mit Wirkung vom 1.1.1851 die Schaffung der Rheinstrombauverwaltung beim Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz.

Diese übernahm mit Ihrer Gründung 1851 die Aufgaben der Strombauverwaltung, für die bis dahin die jeweiligen Regierungen der Preußischen Rheinprovinz zuständig gewesen waren.
Eine Weiterentwicklung der Mainzer Akte 1831 war die "revidierte Rheinschifffahrtsakte" vom 17.10.1868 (Mannheimer Akte). Von nun an stand der Rhein allen Staaten als Schifffahrtsweg offen und die Rheinuferstaaten waren zur Unterhaltung der Schifffahrtsrinne in ihrem nationalen Bereich verpflichtet.
Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurden die Wasserbauinspektionen am Niederrhein mit Sitz in Köln, Düsseldorf, Xanten (1852 zu Düsseldorf) und Rees (1872 zu Wesel) nunmehr der Rheinstrombauverwaltung in Koblenz unterstellt.
Die Einweihung des Amtsgebäudes Köln an seinem heutigen Standort erfolgte im Jahr 1910 im Beisein von Kaiser Wilhelm II.

Diese Wasserbauinspektionen wurden 1910 in "Wasserbauämter" umbenannt.
Die Wasserbauämter waren zur Erfüllung ihrer Aufgaben in Aufsichtsbezirke unterteilt, denen jeweils ein Wasserbauwart vorstand. Die Streckenlänge eines Aufsichtsbezirkes betrug zu dieser Zeit ca. 14 km.

Alle Außenbezirke im Bereich der ehemaligen preußischen Rheinstromverwaltung waren von Wiesbaden bis Emmerich fortlaufend durchnummeriert. Zum Bereich der Wasserbauinspektion Köln gehörten zu Anfang des Jahrhunderts der

Seiner Zeit waren 84 Rhein-km zwischen Andernach und Köln-Niehl zu unterhalten.
Die Einteilung der Außenbezirke blieb bis 1921 bestehen. Zu diesem Zeitpunkt wurden alle Wasserstraßen die dem öffentlichen Verkehr dienten in das Eigentum des damaligen Deutschen Reiches übernommen. Die alten preußischen Behörden blieben bestehen, wurden jedoch den neuen Verhältnissen entsprechend angepasst.

Die bisherigen Wasserbauwarte nannten sich nunmehr Wasserbausekretäre. Für jeweils 2 bzw. 3 Aufsichtsbezirke wurde dem jeweiligen Wasserbausekretär, für Schifffahrtspolizeiliche Aufgaben ein Strommeister zugeordnet.

1939 wurde die Behördenbezeichnung geändert. Die Rheinstrombauverwaltung hieß nun Wasserstraßendirektion Koblenz, das Wasserbauamt Köln nunmehr Wasserstraßenamt Köln.

Auch die fortlaufende Nummerierung der Aufsichtsbezirke auf der Preußischen Rheinstrecke wurden geändert.

Das Wasserstraßenamt Köln hatte von nun an die Wasserbaubezirke

Diese Regelung hatte für die Wasserbaubezirke Brohl, Oberwinter und Bonn bis zum 5. März 1945 Bestand. Die Auflösung der Rheinstrombauverwaltung erfolgte am 9. März 1945 bedingt durch den 2. Weltkrieg.

Entwicklung seit 1945

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war das Rheinland durch die Alliierten besetzt. Durch die Errichtung von Besatzungszonen kreuzte die Grenze zwischen der englischen und der französischen Zone den Rhein zwischen Bad Honnef und Rolandseck. Die südlichen Teile des früheren Amtsbereiches wurden der französischen Zone und die nördlichen Teile der englischen Zone zugeordnet.

Die Zonengrenze wurde auch später Landesgrenze zwischen den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Für den Bereich der neu geschaffenen Nord-Provinz (seit dem 20.06.1945 im Bereich der britischen Zone), wurde die Wasserstraßendirektion Bonn geschaffen, die im März 1946 nach Duisburg verlegt wurde.

Der neu geschaffenen Wasserstraßendirektion Duisburg unterstanden die Wasserstraßenämter

Mit Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 ist gemäß Art. 89 Abs. 1 Grundgesetz (GG) der Bund Eigentümer der Bundeswasserstraßen, der früheren Reichswasserstraßen und verwaltet diese gemäß Art. 89 Abs. 2 GG durch eigene Behörden. Diese sind in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) zusammengefasst.

Die früheren Wasserstraßenämter erhielten nun die Bezeichnungen Wasser- und Schifffahrtsämter und im Zuge dieser Namensänderung wurden auch die Wasserstraßendirektionen zu Wasser- und Schifffahrtsdirektionen.

Die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen sind dem Bundesministerium für Verkehr Bau- und Wohnungswesen als Mittelbehörde unmittelbar nachgeordnet.

Der Bereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Köln gliederte sich nun in die Außenbezirke:

Die alte Nummerierung der Außenbezirke wurde nicht beibehalten.

Im Rahmen einer Verwaltungsreform, wurden am 1.1.1976 die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen Duisburg und Münster zusammengelegt. Die neue Bezeichnung war Wasser- und Schifffahrtsdirektion West, mit Sitz in Münster.

Am Niederrhein wurde das Wasser- und Schifffahrtsamt Wesel am 1.2.1978 aufgelöst und die Grenzen der Wasser- und Schifffahrtsämter Köln und Duisburg neu festgelegt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Köln hatte von nun an den Streckenabschnitt von Rhein-km 639,240 rechtes Ufer (r.U) / 642,230 linkes Ufer (l.U.) bis Rhein-km 759,7 zu unterhalten.

Die Außenbezirke

wurden dem Wasser- und Schiffahrtsamt Köln zugeordnet.

Eine Neueinteilung der Außenbezirke am Niederrhein erfolgte mit Wirkung vom 1.8.1982 in die Außenbezirke

Es wurde es notwendig, nicht mehr benötigte Gehöfte, Dienstwohn- und Betriebswerkgebäude an das Bundesvermögensamt abzugeben und den Dienstbetrieb der Außenbezirke auf einen Ort zu konzentrieren.

Der Außenbezirk Düsseldorf wurde im Hafen Neuss neu errichtet und siedelte am 19.1.1989 um. Er erhielt die neue Bezeichnung Außenbezirk Neuss. Der Außenbezirk Köln lag in seinem Streckenabschnitt zentral und blieb unverändert.

Für den Außenbezirk Bonn mußte ein geeignetes Grundstück gefunden werden, da die Verwaltung des Außenbezirkes von Bonn-Mehlem aus erfolgte, jedoch Teile des Personals in der Sammelstelle Porz-Langel verblieben und Lager- und Arbeitsflächen in Bonn-Beuel, Insel-Hersel sowie Porz-Langel nutzten. Die Wasserfahrzeuge lagen an der Schwimm-Pieranlage im Hafen Mondorf.

Nach langer Suche und Abstimmung mit den Bauaufsichtsbehörden, konnte das Grundstück der ehemaligen Schiffswerft Bröhl in Niederkassel-Mondorf am 16.9.1992 erworben werden. Die Werft wurde zu einem Betriebswerkgebäude umgebaut und am 11.7.1996 dem Außenbezirk Niederkassel zur Nutzung übergeben.