Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Köln

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Inhalt: Freitag 30. März 2007

Aufhebung der Schifffahrtssperre - Reibungslose Weiterfahrt der wartenden Schiffe

Nachdem im Laufe des Tages weitere 6 Container geborgen werden, ist für den Abend die Aufhebung der Schifffahrtsperre geplant.

In der zweiten Tageshälfte wird nochmals der gesamte Fahrrinnenbereich flächendeckend und lückenlos gepeilt. Die vier Peilschiffe "Bingerbrück", "Elz", "Reiher" und "Rüdesheim" erhalten den Auftrag, die Peilung gemeinsam in Sternformation durchzuführen.

Sternformation

Zeitgleich laufen, in enger Abstimmung zwischen Wasserschutzpolizei und Wasser- und Schifffahrtsamt Köln, die Vorbereitungen, die Weiterfahrt der ruhenden Schifffahrt zu organisieren.

Da bei der Peilung keine Hindernisse in der Fahrrinne festgestellt werden konnten, erfolgt kurze Zeit später, um 20:15 Uhr, die Meldung:

Die Schifffahrtssperre zwischen Rhein-km 675,0 (Köln-Sürth) und Rhein-km 695,0 (Köln-Niehl) wird vom Wasser- und Schifffahrtsamt Köln aufgehoben.

Unter Aufsicht von insgesamt 7 Einsatzfahrzeugen der Wasserschutzpolizei und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Köln wird der Verkehr wieder aufgenommen.

Teilweise persönlich, teilweise über Funk, werden die Schiffsführer angesprochen und aufgefordert, Ihre Fahrt wieder aufzunehmen. Die Weiterfahrt der vor den Sperrstellen liegenden Schiffe erfolgt nach dem Perlenketten-Prinzip, dass heißt, die Schiffe nehmen nacheinander, in der Reihenfolge Ihres Standortes die Fahrt auf und dürfen sich gegenseitig nicht überholen. Ergänzend wird ein, auf dem Rhein sonst nicht übliches, Rechtsfahrgebot angeordnet.

Nach einigen Stunden mit sehr hohem Verkehrsaufkommen normalisiert sich die Lage auf der Bundeswasserstraße. Die Aufhebung der Schifffahrtssperre verläuft trotz der großen Zahl der Fahrzeuge aufgrund des sehr disziplinierten Verhaltens aller Beteiligten ohne Zwischenfälle.

In den 125 Stunden, über die sich die Schifffahrtssperre erstreckte, kamen für die Durchführung der Bergungsmaßnahmen 25 Wasserfahrzeuge zum Einsatz. Mit Ausnahme von 9 Fahrzeugen, die von anderen Institutionen (Wasserschutzpolizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk) bzw. Bergungsfirmen gestellt wurden, befinden sich alle im Besitz der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Unmittelbar vor Ort waren über 50 Einsatzkräfte der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung tätig.


Die vier, bis zur Aufhebung der Schifffahrtssperre, noch fehlenden Container werden am 1./4./25. und 27. April geborgen. Alle befanden sich außerhalb der Fahrrinne und stellten keine Gefahr für die durchgehende Schifffahrt dar.

In seinem Schreiben vom 04. April 2007 dankt Bundesverkehrsminister Tiefensee den Beteiligten für den professionellen und vorbildlichen Einsatz bei den durchgeführten Bergungsmaßnahmen.