Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Köln

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Inhalt: Donnerstag 29. März 2007

Warten auf die Weiterfahrt

Zwischenzeitlich können mehrere 100 Schiffe aufgrund der Schifffahrtssperre ihre Fahrt nicht fortsetzen. Der Bundesverband der Binnenschifffahrt gibt einen Durchschnittsverlust von 2.000 Euro pro Tag und Schiff an.

Zwar sind bis zum Abend 22 Container geborgen, aber noch immer besteht die Gefahr, dass sich einige der noch vermissten Container im Bereich der Fahrrinne befinden.

Vor Freigabe der Schifffahrt muss sichergestellt sein, dass sich zumindest im Bereich der 150 Meter breiten Fahrrinne keine Container befinden.
Der für die Schifffahrt gesperrte Teil des Rheins hat eine Länge von 20 km. Damit ergibt sich eine Fläche von 3 Millionen auf der sich zweifelsfrei keine Container befinden dürfen. Setzt man die 30 Grundfläche eines Containers zu der vorgenannten Zahl in Relation, wird deutlich, dass sich die Suche nach den Containern sprichwörtlich wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen gestaltet.

Eine besondere Problematik ergibt sich aus der Tatsache, dass die Container, je nach Ladung, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit unter Wasser zu Tal treiben. Einige Container sind mit Holz beladen. Aufgrund Ihres geringen Gewichtes setzen Sie der Strömung nur sehr wenig Widerstand entgegen.

baumstaemme

Heikel gestaltet sich die Bergung der Container, die von der Strömung über viele Kilometer mitgerissen wurden. Teilweise ohne Ladungsinhalt und ohne stabile Struktur müssen diese Container mit besonderer Umsicht geborgen werden.

Nachdem das Taucherglockenschiff "Carl Straat" Stahltrossen an den Containern angebracht hat, werden diese an das Hebegeschirr des Hebebocks angeschlagen.

anschlagen

Da es sich sowohl bei den Containern als auch den Hebegeschirren um tonnenschwere Gegenstände handelt ist eine präzise Abstimmung zwischen den beteiligten Einsatzkräften erforderlich.

Einweisung

Sind die Stahltrossen sicher mit dem Hebegeschirr verbunden, kann die eigentliche Bergung des Container erfolgen.

Bergung

Für den weiteren Transport wird der Container auf einem Decksprahm abgelegt und mit einem Schubboot zum nächstgelegenen Hafen transportiert.

Hafen